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Feuerwehrführerschein für DRK-Helfer

 vom 24.09.2011

Die DRK-Gruppen aus dem Landkreis schulten kürzlich ihre ehrenamtlichen Helfer, um den Nachwuchs an Kraftfahrern für Einsatzfahrzeuge über 3,5 Tonnen zu sichern. An der Schulung der DRK-Helfer in Walsrode nahmen u.a. auch zwei Helfer der Schneverdinger Bereitschaft teil.

Seit der Einführung der EU-Führerscheinklassen war der Nachwuchs an Kraftfahrern für Hilfsdienste durch die Begrenzung der Klasse B auf 3,5 Tonnen nicht mehr gesichert. Mit einer Änderung der Straßenverkehrsordnung, genannt “Feuerwehrführerschein”, war es seit Anfang diesen Jahres schon möglich, Einsatzfahrzeuge bis 4,75 Tonnen zu führen. Da jedoch das Gesamtgewicht von Einsatzfahrzeugen oftmals darüber hinaus liegt, hat der Gesetzgeber Mitte des Jahres nachgebessert. Mit einer organisationsinternen Fahreinweisung kann die Möglichkeit geschaffen werden, Fahrzeuge und Fahrzeugkombinationen mit Anhänger bis zu einer Gesamtmasse von 7,5 Tonnen zu fahren.

Zu einer solchen Fahreinweisung trafen sich kürzlich 16 Teilnehmer aus den Kreisverbänden Fallingbostel und Soltau des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Anfänglich stand eine theoretische Unterweisung auf dem Plan. Neben der Technik von unterschiedlichen Bremsanlagen, richtiger Ladungssicherung und Fahreigenschaften von Anhängergespannen und Fahrzeugen mit höheren Gesamtmassen war ein großer Punkt das Thema “toter Winkel”. Der vom Fahrer nicht einsehbare Bereich ist einiges größer als bei Autos. Im toten Winkel eines Lastwagens kann eine ganze Menschengruppe übersehen werden. Den Teilnehmern wurde schnell bewusst welche Verantwortung beim Fahren so großer Fahrzeuge auf ihnen lastet.

Nach einer Mittagspause mit gemeinsamen Grillen wurde die praktische Fahreinweisung auf die Einsatzfahrzeuge und Anhänger durchgeführt. Gerade das Berücksichtigen der Fahrzeugausmaße und das Rückwärtsfahren nur über Außenspiegel forderte viel Konzentration und Geschick. Als Fahreinweiser standen fünf erfahrene Kraftfahrer an der Seite der Teilnehmer, die mit ihrem Wissen bei den Fahrübungen unterstützten. Zwischendurch mussten die Fahrzeuge immer wieder gewechselt werden, um die verschiedenen Eigenschaften der jeweiligen Fabrikate kennen zu lernen. Die gemeinsam abgefahrene Strecke verlief quer durch den südlichen Heidekreis. Auch hierbei war Abwechslung geboten von engen Wohngebieten bis zur Fahrt über die Autobahn. Nach zwölf Stunden theoretischer und praktischer Einweisung freuen sich nun alle Teilnehmer, in Kürze eine Fahrberechtigung durch die Katastrophenschutzbehörde des Landkreises ausgestellt zu bekommen.

Foto: DRK-Führerschein
Foto: Kim-Marek Albrecht, DRK KV Fallingbostel
Text: Dennis Protz, DRK KV Fallingbostel